Content planen, ohne auszubrennen

Themen-Säulen, Redaktionsplan und Recycling für einen realistischen Rhythmus

3 Min. Lesezeit Einstieg ContentRedaktionsplanSocial Media

Regelmäßig sichtbar zu sein gelingt mit einem Plan leichter als mit spontaner Inspiration. Du lernst, wie du mit Themen-Säulen und einem einfachen Redaktionsplan arbeitest und aus einem Inhalt fünf machst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei bis vier Themen-Säulen geben dir einen festen Rahmen und sparen die tägliche Themensuche.
  • Ein Redaktionsplan für vier bis sechs Wochen reicht, er muss nicht das ganze Jahr abdecken.
  • Aus einem ausführlichen Inhalt lassen sich mehrere kurze Beiträge für verschiedene Kanäle ableiten.
  • Ein Rhythmus, den du ein halbes Jahr durchhältst, bringt mehr als ein ehrgeiziger Plan, der nach drei Wochen kippt.

Beim Content hakt es bei den meisten Gründer:innen an der täglichen Frage, was sie heute schreiben sollen. Ein Plan nimmt dir diese Entscheidung ab. Du legst einmal fest, worüber du sprichst, und musst dann nur noch füllen.

Themen-Säulen festlegen

Themen-Säulen sind wiederkehrende Oberthemen, zu denen du regelmäßig veröffentlichst. Sie leiten sich aus deiner Positionierung ab und aus den Fragen, die dir in Gesprächen immer wieder gestellt werden.

Eine Grafikdesignerin für Gastronomie könnte zum Beispiel diese vier Säulen wählen: Wissen rund um Speisekarten und Beschilderung, Einblicke in laufende Projekte, Beobachtungen aus der Hamburger Gastroszene und persönliche Erfahrungen aus der Selbstständigkeit.

Beispiel: Verteilung über vier Themen-Säulen

Fachwissen und Anleitungen40 %
Einblicke in Projekte25 %
Branche und Beobachtungen20 %
Persönliches und Haltung15 %

Redaktionsplan in vier Schritten

  1. 1

    Ideen sammeln

    Halte eine Liste auf dem Handy, in die du Fragen aus Gesprächen, Beobachtungen und Projektmomente einträgst. Nach zwei Wochen hast du meist genug für einen Monat.

  2. 2

    Säulen zuordnen

    Ordne jede Idee einer Säule zu, damit die Mischung stimmt und kein Thema überhandnimmt.

  3. 3

    Termine setzen

    Plane vier bis sechs Wochen im Voraus mit festen Tagen, zum Beispiel dienstags und donnerstags.

  4. 4

    Vorproduzieren

    Blocke dir alle zwei Wochen einen halben Tag, in dem du mehrere Beiträge schreibst und Bilder vorbereitest.

Inhalte recyceln

Ein ausführlicher Inhalt, etwa ein Blogartikel, ein Vortrag oder ein Referenzprojekt, lässt sich in viele kleinere Stücke zerlegen. Daraus entstehen ein LinkedIn-Beitrag mit der Kernaussage, ein Dokument-Beitrag mit den wichtigsten Schritten, ein Zitat für Instagram, ein Absatz für den Newsletter und eine Antwort auf eine häufige Frage im Erstgespräch.

Recycling heißt auch, gute Beiträge nach einigen Monaten erneut zu teilen. Die meisten Menschen in deinem Netzwerk haben den ersten Beitrag nie gesehen.

Welcher Rhythmus ist realistisch?

MinimalSolideAmbitioniert
Beiträge pro Woche123 und mehr
Zeitaufwand pro Wocheetwa 1 Stundeetwa 2 bis 3 Stunden5 Stunden und mehr
Gut geeignet fürvolle Auftragsbücher, Einstiegdie meisten Gründer:innenPersonal Brands mit Content als Hauptkanal

Die Zeitangaben sind Erfahrungswerte und hängen stark von Format und Übung ab.

Quellen und Weiterlesen

  1. BMWK-Existenzgründungsportal – Kommunikation

Stand September 2026. Dieser Artikel gibt Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.