Das Wichtigste in Kürze
- Ein Google-Unternehmensprofil ist kostenlos, setzt aber persönlichen Kontakt mit Kund:innen voraus, am Standort oder bei ihnen vor Ort.
- Wer zu Hause arbeitet und niemanden empfängt, kann die Adresse ausblenden und stattdessen ein Einzugsgebiet angeben.
- Bewertungen darfst du erbitten, aber nicht kaufen oder mit Gegenleistungen verknüpfen.
- Name, Adresse und Telefonnummer sollten überall identisch geschrieben sein.
Lokale Sichtbarkeit heißt, dass Menschen dich finden, wenn sie nach einer Leistung in ihrer Nähe suchen, etwa „Fotografin Hamburg Ottensen“ oder „Steuerbüro Eimsbüttel“. Google zeigt dafür neben den normalen Suchergebnissen Einträge aus Google Maps an, und genau dort landen viele Anfragen.
Ist ein Google-Unternehmensprofil für dich zulässig?
| in der Regel zulässig | in der Regel nicht zulässig | |
|---|---|---|
| Büro oder Studio | mit Beschilderung, zu den Öffnungszeiten besetzt, Kund:innen werden empfangen | reine Postadresse oder virtuelles Büro ohne Personal |
| Coworking | klar beschildert, du bist zu den angegebenen Zeiten vor Ort und empfängst Kund:innen | nur Briefkasten oder Meldeadresse |
| Vor-Ort-Dienstleistung | du besuchst Kund:innen, Adresse wird ausgeblendet, Einzugsgebiet wird angegeben | entfällt |
| Reine Online-Arbeit | entfällt | Leistungen ausschließlich digital ohne persönlichen Kontakt |
Stand September 2026 nach den Richtlinien von Google. Die Regeln ändern sich gelegentlich, prüf sie vor dem Anlegen.
Profil einrichten
- 1
Anlegen
Über business.google.com das Unternehmen hinzufügen oder einen bestehenden Eintrag beanspruchen.
- 2
Bestätigen
Google bietet je nach Unternehmen Bestätigung per Telefon, SMS, Mail, Post oder Video an. Erst danach kannst du alle Angaben verwalten.
- 3
Vollständig ausfüllen
Hauptkategorie, Leistungen, Öffnungszeiten, Website, Fotos und eine Beschreibung ergänzen. Der Name muss dem entsprechen, den du auch außerhalb von Google verwendest, ohne zusätzliche Suchbegriffe.
- 4
Pflegen
Neue Fotos hochladen, Beiträge veröffentlichen und Bewertungen beantworten, am besten in einem festen Rhythmus.
Bewertungen sammeln
Bewertungen sind für viele Suchende ein wichtiger Vertrauensfaktor. Der einfachste Weg ist, nach einem gelungenen Projekt direkt nachzufragen und den Bewertungslink aus deinem Profil mitzuschicken. Antworte auf jede Bewertung, auch auf kritische, sachlich und freundlich.
Gekaufte oder gefälschte Bewertungen sind nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verboten. Wenn du Bewertungen auf deiner Website zeigst, musst du nach § 5b Abs. 3 UWG außerdem darüber informieren, ob und wie du sicherstellst, dass sie von echten Kund:innen stammen.
Verzeichnisse und NAP-Konsistenz
NAP steht für Name, Address, Phone, also Name, Adresse und Telefonnummer. Suchmaschinen gleichen diese Angaben zwischen deiner Website, dem Google-Profil und anderen Verzeichnissen ab. Wenn sie überall gleich geschrieben sind, stärkt das dein Vertrauen bei Google und bei Menschen.
Sinnvolle Einträge sind neben Google etwa Apple Maps, Bing Places, Branchenverzeichnisse deiner Kammer oder deines Verbands und Portale deiner Branche. Konzentriere dich auf wenige Einträge, die du tatsächlich aktuell hältst.
Lokaler Sichtbarkeits-Check
Quellen und Weiterlesen
- Google Unternehmensprofil-Hilfe – Richtlinien für die Präsentation deines Unternehmens
- Google Unternehmensprofil-Hilfe – Einzugsgebiete verwalten
- Google Unternehmensprofil-Hilfe – Unternehmen bestätigen
- Gesetze im Internet – § 5b UWG
Stand September 2026. Dieser Artikel gibt Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.







