Corporate Design: Was du am Anfang wirklich brauchst

Logo, Farben, Schriften, Bildsprache und Vorlagen in sinnvoller Reihenfolge

3 Min. Lesezeit Einstieg Corporate DesignLogoMarke

Ein wiedererkennbarer Auftritt macht dich professionell, bevor du viele Referenzen hast. Du erfährst, welche Bausteine zum Start gehören, in welcher Reihenfolge du sie angehst und was ruhig warten kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Corporate Design ist das visuelle Erscheinungsbild aus Logo, Farben, Schriften, Bildsprache und Vorlagen.
  • Die Positionierung kommt vor dem Logo, weil das Design ausdrücken soll, wofür du stehst.
  • Für den Start reichen ein Logo in wenigen Varianten, zwei bis drei Farben, ein bis zwei Schriften und eine Handvoll Vorlagen.
  • Kläre Nutzungsrechte und prüfe vor einer Markenanmeldung, ob Name und Logo frei sind.

Corporate Design (CD) ist der sichtbare Teil deiner Unternehmensidentität. Es sorgt dafür, dass Visitenkarte, Website, Angebot und LinkedIn-Beitrag erkennbar von dir stammen. Das Existenzgründungsportal des Bundes weist darauf hin, dass Werbung erst mit einem wiedererkennbaren Erscheinungsbild ihre Wirkung entfaltet und häufige Wechsel die Wiedererkennung kosten.

Am Anfang brauchst du kein hundertseitiges Handbuch. Wichtiger ist ein kleines, stimmiges System, das du konsequent einsetzt.

Die sinnvolle Reihenfolge

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    Positionierung klären

    Zielgruppe, Angebot und Haltung bestimmen, wie dein Auftritt wirken soll, etwa ruhig und seriös oder frisch und verspielt.

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    Name prüfen

    Recherchiere, ob dein Name als Marke, Firmenname oder Domain schon belegt ist. Das DPMA bietet dafür eine kostenlose Recherche im Markenregister.

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    Logo entwickeln

    Ein Logo, das in klein und groß, farbig und einfarbig funktioniert. Dazu eine Variante für quadratische Profilbilder.

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    Farben und Schriften festlegen

    Zwei bis drei Hauptfarben mit genauen Farbwerten und ein bis zwei gut lesbare Schriften, deren Lizenz zu deiner Nutzung passt.

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    Bildsprache definieren

    Beschreibe, wie deine Fotos und Grafiken aussehen sollen, also Licht, Motive, Farbstimmung und Bildausschnitte.

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    Vorlagen bauen

    Visitenkarte, Briefbogen, Angebot, Rechnung, Präsentation, Social-Media-Grafik und Mail-Signatur.

Was du jetzt brauchst und was warten kann

zum Startspäter
LogoHauptlogo, einfarbige Version, Profilbild-VarianteAnimationen, Sonderformen für Merchandise
Farben2 bis 3 Farben mit HEX-, RGB- und CMYK-Wertenerweiterte Palette für Illustrationen und Diagramme
Schriften1 bis 2 Schriften mit passender Lizenzeigene Hausschrift
Bildsprachekurze Beschreibung und ein erstes ShootingBildarchiv, Illustrationsstil
VorlagenAngebot, Rechnung, Signatur, Social Media, PräsentationMessestand, Broschüre, Verpackung
Dokumentationzweiseitiger Styleguideumfassendes Designhandbuch

Rechte und Markenschutz

Wenn eine Designerin oder ein Studio dein Logo entwickelt, solltest du dir die Nutzungsrechte vertraglich einräumen lassen, am besten zeitlich und räumlich unbeschränkt und für alle Medien. Sonst kann es später Streit geben, etwa bei einer Markenanmeldung oder wenn du das Logo verändern möchtest.

Eine deutsche Marke meldest du beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) an. Die elektronische Anmeldung kostet 290 Euro für bis zu drei Waren- und Dienstleistungsklassen, jede weitere Klasse 100 Euro (Stand September 2026, bitte vor der Anmeldung aktuell prüfen). Der Schutz gilt zunächst zehn Jahre und lässt sich verlängern.

Quellen und Weiterlesen

  1. BMWK-Existenzgründungsportal – Kommunikation und Corporate Identity
  2. DPMA – Marken
  3. DPMA – Merkblatt für Markenanmelder (PDF)

Stand September 2026. Dieser Artikel gibt Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.