Das Wichtigste in Kürze
- Eine Steuerberatung lohnt sich spätestens bei Regelbesteuerung, Gewerbesteuer, Mitarbeitenden oder einer GbR.
- Die Gebühren richten sich nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV), oft werden Pauschalen vereinbart.
- Je besser du Belege vorbereitest, desto weniger zahlst du.
- Die Kosten der Steuerberatung sind selbst Betriebsausgaben.
Mit wenigen Aufträgen im Monat und der Kleinunternehmerregelung kommst du mit einer Tabelle und etwas Disziplin gut zurecht. Mehr Bewegung in der Buchhaltung bringt mehr Fragen, zum Beispiel zu Voranmeldungen, Reverse Charge, Abschreibungen oder zur Gewerbesteuer. Spätestens dann spart eine gute Kanzlei dir Zeit und oft auch Geld.
Auch am Anfang kann ein einmaliges Gespräch sinnvoll sein. Viele Fragen zu Rechtsform, Kleinunternehmerregelung und Vorauszahlungen lassen sich in einer Stunde klären.
Selbst machen oder abgeben?
Komplett abgeben
Buchhaltung, Voranmeldungen und Jahresabschluss liegen bei der Kanzlei.
Aufteilen
Du buchst selbst mit Software, die Kanzlei prüft und macht die Erklärungen.
Software plus Stundenberatung
Du arbeitest mit einem Programm und holst dir bei Fragen gezielt Rat.
Selbst machen
Tabelle oder einfache Software, Erklärungen über ELSTER.
Was eine Steuerberatung kostet
| Rechtsgrundlage | Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) |
| Zeitgebühr seit 1. Juli 2025 | 16,50 bis 41 € je angefangene Viertelstunde |
| Jahreserklärungen und EÜR | Rahmengebühren, abhängig vom Gegenstandswert |
| Laufende Buchhaltung | häufig als Monatspauschale vereinbart |
| Steuerlich | Kosten sind Betriebsausgaben |
Eine sinnvolle Aufgabenteilung
- Du schreibst Rechnungen, sammelst Belege laufend und hältst dein Steuerkonto gefüllt.
- Die Kanzlei erstellt Voranmeldungen, EÜR und Steuererklärungen und prüft Bescheide.
- Gemeinsam plant ihr einmal im Jahr Vorauszahlungen, Investitionen und Rücklagen.
Wie die Gebühren entstehen
Für viele Leistungen legt die StBVV einen Rahmen fest, der sich am sogenannten Gegenstandswert orientiert, bei der EÜR etwa an der Höhe deiner Einnahmen oder Ausgaben. Innerhalb dieses Rahmens richtet sich die Gebühr nach Umfang und Schwierigkeit. Beratung ohne festen Gegenstandswert rechnet die Kanzlei nach Zeit ab.
Für Gründer:innen üblich ist eine schriftliche Pauschalvereinbarung, etwa für Buchhaltung und Voranmeldungen im Monat plus einen Betrag für den Jahresabschluss. Lass dir aufschlüsseln, was enthalten ist und was extra kostet, zum Beispiel Rückfragen des Finanzamts oder ein Einspruch.
So findest du eine passende Kanzlei
Quellen und Weiterlesen
- Steuerberatervergütungsverordnung (gesetze-im-internet.de)
- DStV – Steuerberatergebühren werden angepasst
- Steuerberaterkammer Hamburg
Stand September 2026. Dieser Artikel gibt Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.







