So kommst du an deine ersten zehn Aufträge

Netzwerk-Liste, warme Kontakte, Referenzprojekte und Sichtbarkeit

3 Min. Lesezeit Einstieg AkquiseNetzwerkReferenzen

Die ersten Aufträge entstehen fast immer über Menschen, die dich schon kennen. Hier erfährst du, wie du dein Netzwerk systematisch aufschreibst, warm vor kalt ansprichst und aus jedem frühen Projekt eine Referenz machst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schreib dein komplettes Netzwerk auf, bevor du über Werbung nachdenkst.
  • Sprich zuerst Menschen an, die dich und deine Arbeit schon kennen.
  • Plane jedes frühe Projekt so, dass daraus eine zeigbare Referenz wird.
  • Sichtbarkeit wächst durch regelmäßige, kleine Signale über das, woran du arbeitest.

Am Anfang fehlt dir das, was Auftraggeber:innen am meisten beruhigt, nämlich Belege, dass du liefern kannst. Deshalb laufen die ersten Aufträge fast immer über Vertrauen, das schon da ist. Ehemalige Kolleg:innen, frühere Vorgesetzte, Menschen aus Studium, Verein oder Nachbarschaft kennen dich und können dich weiterempfehlen.

Das klingt banal, wird aber oft übersprungen. Viele Gründer:innen bauen zuerst Website und Logo und warten dann auf Anfragen. Schneller geht es, wenn du vom ersten Tag an aktiv auf Menschen zugehst und erzählst, was du jetzt machst.

In fünf Schritten zu den ersten Aufträgen

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    Netzwerk-Liste anlegen

    Schreib alle Menschen auf, die dich beruflich kennen, auch lose Kontakte. Notiere zu jeder Person, woher ihr euch kennt und ob sie selbst Bedarf haben oder jemanden kennen könnte. Fünfzig bis hundert Namen kommen schneller zusammen, als du denkst.

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    Warm vor kalt

    Beginne mit den Kontakten, die dich gut kennen. Schreib ihnen persönlich, was du anbietest und für wen. Bitte ausdrücklich darum, an dich zu denken, wenn jemand im Umfeld so etwas sucht.

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    Ein klares Angebot formulieren

    Menschen empfehlen leichter, wenn sie in einem Satz sagen können, was du tust. Formuliere, für wen du arbeitest, welches Problem du löst und woran man merkt, dass du passt.

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    Referenzprojekte gezielt wählen

    Such dir zwei oder drei frühe Projekte, die genau zu der Arbeit passen, die du künftig machen willst. Vereinbare vorab, dass du Ergebnisse zeigen und die Auftraggeber:innen nennen darfst.

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    Sichtbar bleiben

    Erzähl regelmäßig, woran du arbeitest, etwa in einem kurzen Beitrag auf LinkedIn, in einem Newsletter oder im persönlichen Gespräch. Wer dich wiederholt wahrnimmt, denkt an dich, wenn Bedarf entsteht.

Referenzen von Anfang an mitdenken

Ein gutes Referenzprojekt hat drei Bestandteile: ein nachvollziehbares Ausgangsproblem, deine Lösung und ein Ergebnis, das man sehen oder benennen kann. Halte das direkt nach Projektende fest, solange alle Details frisch sind. Frag im selben Zug nach einem kurzen Satz der Auftraggeber:innen, den du zitieren darfst.

Wenn du ein Projekt günstiger oder als Pilot übernimmst, mach das bewusst und begrenzt. Vereinbare den regulären Preis schriftlich und weise den Nachlass als einmaligen Einstieg aus. So bleibt der Wert deiner Arbeit sichtbar, und die Referenz ist Teil der Gegenleistung.

Wo sich Sichtbarkeit am Anfang lohnt

  • Ein aktuelles Profil auf LinkedIn mit klarer Zeile, was du anbietest.
  • Eine schlichte Website oder Onepager mit zwei bis drei Arbeitsbeispielen.
  • Branchentreffen, Netzwerkabende und Veranstaltungen der Handelskammer.
  • Kooperationen mit Selbstständigen, die dieselbe Zielgruppe anders bedienen.

Deine erste Akquise-Woche

Quellen und Weiterlesen

  1. Handelskammer Hamburg – Existenzgründung
  2. BMWE – Existenzgründungsportal

Stand September 2026. Dieser Artikel gibt Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.