Richtig delegieren

Was du abgeben kannst, wie du übergibst und wann du nachschaust

4 Min. Lesezeit Einstieg DelegationZeitmanagementFührung

Delegieren fällt vielen Gründer:innen schwer, weil es anfangs länger dauert als selbst machen. Mit klaren Stufen und festen Kontrollpunkten gibst du Aufgaben ab, ohne den Überblick zu verlieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gib zuerst wiederkehrende Aufgaben ab, die andere mit etwas Übung genauso gut erledigen.
  • Eine gute Übergabe beschreibt Ziel, Rahmen, Ressourcen und Termin.
  • Delegationsstufen legen fest, wie viel Entscheidungsfreiheit die Person hat.
  • Vereinbarte Kontrollpunkte ersetzen spontanes Nachfragen und schaffen Vertrauen.

Die erste Übergabe einer Aufgabe kostet Zeit. Du musst erklären, Fragen beantworten und das Ergebnis prüfen. Ab dem dritten oder vierten Mal zahlt sich diese Investition aus, weil du die Stunden für Arbeit nutzt, die nur du erledigen kannst.

Überlege, welche Aufgaben regelmäßig anfallen, gut beschreibbar sind und bei denen ein Fehler korrigierbar ist. Das sind die besten Kandidaten für den Anfang, etwa Recherche, Terminorganisation, Reinzeichnung oder die Vorbereitung von Angeboten.

Eisenhower-Matrix

Aufgaben nach wichtig und dringend sortieren. Bleibt in deinem Browser gespeichert.

Beim ersten Öffnen stehen hier Beispiele. Deine eigenen Aufgaben bleiben nur in diesem Browser gespeichert.

Fünf Delegationsstufen

  1. 1

    Ausführen nach Vorgabe

    Die Person erledigt die Aufgabe genau wie beschrieben. Geeignet für neue Mitarbeitende und neue Aufgaben.

  2. 2

    Vorschlag machen

    Sie prüft Optionen und empfiehlt eine Lösung. Du entscheidest.

  3. 3

    Entscheiden nach Rücksprache

    Sie entscheidet, stimmt sich aber vorher kurz mit dir ab.

  4. 4

    Entscheiden und informieren

    Sie entscheidet selbst und berichtet dir anschließend.

  5. 5

    Volle Verantwortung

    Die Aufgabe gehört ihr. Du erfährst nur noch von Ausnahmen.

Übergabe in fünf Punkten

Was du besser behältst

Manche Aufgaben bleiben in der Frühphase bei dir. Dazu gehören Personalentscheidungen, die Preisgestaltung, strategische Weichenstellungen und heikle Gespräche mit Auftraggeber:innen. Auch Aufgaben, die du selbst noch nie gemacht hast, eignen sich schlecht für eine Übergabe, weil du Ziel und Qualitätsmaßstab noch nicht beschreiben kannst.

Alles andere lässt sich mit der Zeit abgeben. Schreib dir eine Woche lang auf, womit du deine Stunden verbringst, und markiere, was nur du leisten kannst. Der Rest ist deine Liste für die nächsten Übergaben.

Kontrollpunkte vereinbaren

Lege gleich bei der Übergabe fest, wann ihr auf den Stand schaut, bei einem größeren Projekt zum Beispiel nach dem ersten Entwurf und kurz vor der Abgabe. So muss niemand raten, wann du nachfragst, und du greifst nicht ungeplant ein.

Je höher die Stufe, desto seltener die Kontrollpunkte. Wenn eine Aufgabe mehrmals gut gelaufen ist, geh bewusst eine Stufe höher.

Quellen und Weiterlesen

  1. INQA – Initiative Neue Qualität der Arbeit (BMAS)

Stand September 2026. Dieser Artikel gibt Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.