Das Wichtigste in Kürze
- Bereite dich mit einer kurzen Recherche und drei Leitfragen vor.
- Hör mehr zu, als du sprichst, und frag nach Zielen und Folgen.
- Sprich das Budget im ersten Gespräch an, damit dein Angebot passt.
- Beende jedes Gespräch mit einem vereinbarten nächsten Schritt und Datum.
Viele Gründer:innen nutzen das Erstgespräch, um sich und ihre Arbeit vorzustellen. Wirksamer ist es, das Gespräch als gemeinsame Klärung zu verstehen. Dein Gegenüber soll hinterher das Gefühl haben, dass du das Anliegen besser verstanden hast als andere.
Plane für ein Erstgespräch dreißig bis sechzig Minuten ein. Das reicht, um die Lage zu verstehen, und ist für beide Seiten überschaubar.
Ablauf eines Erstgesprächs
- 1
Vorbereitung
Schau dir Website, Auftritt und aktuelle Themen der Organisation an. Notiere drei Fragen, die du auf jeden Fall stellen willst, und überlege, welche Beispiele aus deiner Arbeit passen könnten.
- 2
Einstieg
Kläre kurz den Rahmen, also wie viel Zeit ihr habt und was am Ende herauskommen soll. Das gibt dem Gespräch Struktur.
- 3
Fragen und Zuhören
Frag nach Anlass, Ziel und bisherigen Versuchen. Fasse zwischendurch zusammen, was du verstanden hast, und lass dich korrigieren.
- 4
Budget und Entscheidung
Frag nach dem geplanten Rahmen und danach, wer mitentscheidet. Ohne diese beiden Punkte schreibst du ein Angebot ins Blaue.
- 5
Abschluss
Vereinbare einen konkreten nächsten Schritt mit Datum, etwa die Vorstellung deines Angebots am Donnerstag in einer Woche.
Fragen, die weiterhelfen
- Was hat den Anstoß gegeben, sich jetzt darum zu kümmern?
- Woran würdet ihr in einem Jahr merken, dass sich das Projekt gelohnt hat?
- Was habt ihr schon versucht, und was hat daran nicht funktioniert?
- Was passiert, wenn das Projekt nicht umgesetzt wird?
- Wer ist außer dir an der Entscheidung beteiligt?
- Bis wann soll das Ergebnis vorliegen, und warum gerade dann?
Das Budget ansprechen
Die Frage nach dem Budget fällt vielen schwer, dabei hilft sie beiden Seiten. Du kannst sie einfach begründen, etwa so: „Damit ich dir ein passendes Angebot machen kann, hilft mir ein Gefühl für euren Rahmen. Habt ihr dafür schon etwas eingeplant?“
Wenn dein Gegenüber keine Zahl nennen möchte, nenne selbst eine Spanne aus vergleichbaren Projekten. Die Reaktion darauf zeigt dir schnell, ob ihr zusammenpasst.
Zuhören, das man merkt
Gutes Zuhören zeigt sich an deinen Rückfragen. Wenn dein Gegenüber von „zu wenig Anfragen“ spricht, frag nach, wie viele es heute sind und wie viele es sein sollten. So werden aus allgemeinen Wünschen greifbare Ziele, an denen sich dein Angebot später messen lässt.
Mach dir während des Gesprächs Notizen und kündige das kurz an. Pausen darfst du aushalten, denn oft kommt nach einem Moment Stille die wichtigste Information.
Quellen und Weiterlesen
Stand September 2026. Dieser Artikel gibt Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.







